Vor dem Spankenhof
Vor dem Spankenhof

So kam es zur Gründung!  

Der Ort Wünnenberg, aus dem die heutige Oberstadt hervorgegangen ist, wurden erstmals 794 erwähnt. 1308 bekam Wünnenberg bereits die Stadtrechte verliehen. Rund um Wünnenberg wurden immer mal wieder alte Stücke wie Münzen, Tröge und Krüge, gefunden. 


Das Interesse an der Vergangenheit wurde in den 70er und 80er Jahren immer größer. Ein reger Austausch über kulturelle Dinge fand insbesondere zwischen Rudolf Ebbers und Herbert Heerde statt. Ab Frühjahr 1987 wurden dann die ersten Stadtführungen von Rudolf Ebbers und später auch von Herbert Heerde durchgeführt. Eine Gruppe gleichgesinnter Bürger fand sich zusammen. Im September 1987 kam es dann im Anschluss an eine Stadtführung zur Vereinsgründung. Jetzt entstand die Frage, ob der Heimatverein besser im Schützen- oder Verkehrsverein zu beheimaten sei. Die Versammlung entschied sich dafür, eine Unterabteilung im Verkehrsverein zu werden, und bat Rudolf Ebbers und Herbert Heerde den Vorsitz zu übernehmen. Zwei Jahre später entschlossen sich dann die Mitglieder, den Heimatverein als eigenständigen gemeinnützigen Verein ins Register eintragen zu lassen. Somit fand die offizielle Gründung im März 1989 statt. 


Zu den Gründungsmitgliedern gehören: Johannes Bürger, Rudolf Ebbers, Veronika Franke, Norbert Frericks, Herbert Heerde (†), Ilse Klinke, Ulrich Klinke, Reinhard Niggemeyer, Regina Reichberg, Franz Riepe, Karl Scharfen.


Drei Ziele haben sich die Heimatkundler von 1987 an auf ihre Fahnen geschrieben: Die Erforschung der Heimatgeschichte, wozu ebenfalls die Sammlung von alten Bildern und Schriften gehört. Die Pflege der ortsbildprägenden Bausubstanz, wie z.B. die Renovierung der Bildstöcke. Als Fernziel wurde damals bereits die Restaurierung des Wehrturms angegeben. Die Brauchtumspflege (Heimatabende, plattdeutsche Sprache, altes Liedgut) gehört als Drittes zu den Inhalten des damals noch als heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft bezeichneten Heimatvereins.


Der Heimatverein war von den ersten Tagen an in Wünnenberg sehr aktiv und wurde schnell zu einer festen und bekannten Größe in Bad Wünnenberg. Seine Mitgliederzahl stieg stetig auf heute rund 80 Mitglieder an.

Unsere Aktivitäten

Direkt nach der Vereinsgründung im Herbst 1987 begann der Heimatverein mit der Restaurierung der Bildstöcke und Wegekreuze in Wünnenberg. Gleichzeitig drehte sich alles um den Erhalt des Spanckenhofes. Durch die Initiative des Heimatvereins wurde der Spanckenhof vor dem Abriss bewahrt und nach monatelangem Tauziehen unter Denkmalschutz gestellt und später restauriert. Im August 1992 war die Außenfassade wieder hergestellt und es konnte mit dem Innenausbau begonnen werden. Im Erdgeschoss in der ehemaligen Küche entstand die Heimatstube und im Obergeschoss wurde ein Stucksaal entdeckt und renoviert.

 

Ab Sommer 1988 wurden in Gemeinschaftsarbeit historische Marktstände hergestellt. Im September fand dann der erste historische Markt in der Oberstadt statt, 1989 folgte der zweite. Die historischen Märkte fanden danach aber nur noch alle zwei Jahre statt. Sie waren weit über die Grenzen von Bad Wünnenberg hinaus bekannt. Der vorerst Letzte wurde im Jahre 2011 durchgeführt.

Von 1987 bis heute hat der Heimatverein viele Projekte in Bad Wünnenberg durchgeführt: 

Der alte Sandsteinbrunnen in der Mittelstraße und auch der Kump in der Oberstadt wurden wieder aufgestellt.
Verfallene Teile der Stadtmauer und der Wappenstein am Zehnthaus wurden restauriert.
Der alte Schützenplatz wurde hergerichtet und der alte Kirchgangweg vom Stadtring zum Friedhof neu angelegt, die Hambummelstweete wieder begehbar gemacht und mit einem Geländer versehen.

Zwischen vielen kleinen Projekten wurde auch „Großes“ geschaffen. 

Die Mauerreste des alten Wehrturms waren im Laufe der Jahrhunderte unter einer Schutthalde verschwunden. Der Heimatverein legte sie wieder frei und begann mit dem Wiederaufbau des Turms, sodass er 2001 eingeweiht werden konnte. Die Einweihungsfeier wurde mit einem mittelalterlichen Markt rund um den Wehrturm verbunden. Mittlerweile besteht die Möglichkeit sich im Turmzimmer unter dem tonnenschweren Dach des Turms das JA-Wort zu geben.


Auch das kulturelle Leben in Bad Wünnenberg wurde und wird durch den Heimatverein bereichert. Es fanden und finden Heimatabende, Vorlesungen, Liederabende, Konzerte, Seniorennachmittage, und Schnadgänge statt. Der Heimatverein hat mehrere Bücher und Schriften herausgegeben. Außerdem verschönern der große Weihnachtsbaum vor dem Kump oder die Fahnen vor dem Spanckenhof das Stadtbild. Zur Fahne ist noch zu ergänzen, dass der Heimatverein dafür sorgte, das Wünnenberg seine eigene Stadtfahne mit dem alten Wappen erhielt. 

 

Das jährlich wiederkehrende Maiabendfest, bei dem mit Musik und Gesang der Maibaum in der Oberstadt am Kump aufgestellt wird, findet großen Anklang bei den Bad Wünnenberger Bürgern und seinen zahlreichen Gästen.

 

Besuchen Sie unsere Seminare im Speicher

Im Jahr 2006 wurde mit der Errichtung des 300 Jahre alten Speichergebäudes begonnen und parllel auch mit der Restaurierung von „Kaisers Scheune“. An den ehemaligen Kornspeicher, der aus Westerwiehe stammt, wurde noch ein ca. 30 Quadratmeter grosser Anbau angesetzt.

Die Arbeiten wurden kontinuierlich fortgesetzt, so dass am 9. Dezember 2007 die Einweihungsfeier beider Gebäude stattfinden konnte. 


Der Speicher ist die gute Stube des Vereins.  

 

Da unsere Region als Obstregion insbesondere für Äpfel, Birnen, Pflaumen und Zwetschgen schon immer bedeutsam war und die Versorgung der Bevölkerung mit gesunder und vitaminreicher Kost nach wie vor einen hohen Stellenwert hat, wird hier die traditionelle Herstellung von Marmeladen, Dörrobst, Likören und Obstbrand aus heimischen Produkten gezeigt.

 

Die Heimatvereinsscheune dient der Lagerung vieler Gegenstände für die jährlich wiederkehrenden Aktionen und als Räumlichkeiten für die vorbereitende Verarbeitung wie das Waschen, Zerkleinern, Einmaischen und Vergären von Obst.